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Will Smith: Aus Geldnot zum Serienstar

"The Fresh Prince" wird 50

Will Smith: Aus Geldnot zum Serienstar

Einst brannte in Will Smith nur eine Leidenschaft: die Musik. Er wollte professioneller Rapper werden. Seit seinem zwölften Lebensjahr macht er Musik. Doch dann kam es für "The Fresh Prince" ganz anders, und in seiner Brust schlugen plötzlich zwei Herzen: für den Rap und die Schauspielerei. Am 25. September 2018 feiert der Allrounder seinen 50. Geburtstag und ist eine feste Größe in Hollywood. Wir gratulieren!

Vom Rapper zum Serien-Star und schließlich zur ganz großen Nummer in Hollywood. Dabei wuchs Will Smith ganz bescheiden in gutbürgerlichen Verhältnissen in Philadelphia auf. Mit zwölf Jahren begann er zu rappen. Das College wollte er nicht besuchen und all seine Kraft in die Musik stecken, was seine Eltern für keine gute Idee hielten. Sie gaben ihm ein Jahr Zeit.

Zusammen mit seinem Freund Jeff Townes widmete sich Will dem Rap. 1989 erschien ihre Hit-Single "Parents Just Don’t Understand", wofür das Duo einen Grammy gewann. Es folgten Geld und Ruhm … und schließlich auch ein tiefer Fall.

Will Smith verprasste sein ganzes Geld

Erst im Mai 2018 veröffentlichte Will auf seinem YouTube-Kanal ein Video, in dem er die Geschichte erzählte, wie er wirklich zu "Der Prinz von Bel-Air" wurde: Er war pleite und brauchte dringend Geld. "Ich und Jeff hatten einen großen Hit. Wir haben eine Menge Geld gemacht, wir haben einen Grammy gewonnen, das Album war Dreifach-Platin. Ich hatte Motorräder und Autos", erzählt er in dem rund fünfminütigen Clip. "Wir haben unser nächstes Album veröffentlicht und es war ein Flop", schildert er weiter. Noch dazu kamen Steuerschulden und sein ganzes Geld hatte der Jungstar ausgegeben. Er war also "pleite, pleite, pleite."

Seine damalige Freundin hat ihn schließlich dazu gedrängt, etwas zu tun und so traf sich der spätere Serien-Star mit Leuten aus Hollywood und geriet an die richtigen Produzenten, die schon ein Konzept für "Der Prinz von Bel-Air" hatten. Damals wurde Will bereits "The Fresh Prince" genannt und der Titel war schnell gefunden. So stolperte Will in die Schauspielerei. Die Sitcom lief sechs Jahre überaus erfolgreich. Am Set lernte er auch seine Frau Jada Pinkett Smith kennen, die für die Rolle von Wills Freundin vorsprach – ohne Erfolg. Man fand die beiden würden nicht zusammen passen. So kann man sich irren. Das Paar hat heute zwei Kinder.

Zahlreiche Gerüchte tummeln sich über einen möglichen Reboot der Hit-Sitcom. Will äußerte sich im Dezember 2017 in der "The Graham Norton Show" dazu: "Ich müsste dann Onkel Phil spielen. Ich werde 50. 'Komm schon Tante Viv, ich bin 50. Kann ich nicht alleine ausgehen?'" 

Auf nach Hollywood

Die Türen zu Hollywood waren nun offen und auch in der Musik ging es wieder steil bergauf. Anfang der 90er-Jahre räumte der Schauspieler und Rapper weitere drei Grammys ab. Will konnte außerdem die ersten großen Hauptrollen in "Bad Boys", "Independence Day" und "Men in Black" ergattern. In vielen seiner Rollen spielt Will den Helden, der die Welt rettet und gegen die Bösewichte kämpft. Doch er bleibt der Comedy mit "Hitch – Der Date-Doktor" treu, spielt auch mal den Anti-Helden in "Hancock" und wird bei "Das Streben nach Glück" tiefsinnig. In Letzterem ist er mit seinem Sohn Jaden vor der Kamera. Das Drama brachte ihm je eine Nominierung für den Oscar und die Golden Globes ein. Auch seine Tochter Willow konnte er als Filmpartnerin in jungen Jahren gewinnen. In "I Am Legend" debütierte die damals Siebenjährige an Daddys Seite.

Willow hat großen Einfluss auf ihren Vater. "Vor langer Zeit war es mein Ziel, der größte Filmstar der Welt zu werden. Dann kam Willow auf die Welt, und ich konnte mich nicht mehr so in die Arbeit hineinknien. Ich musste Filme ablehnen", sagte der Hollywood-Star in einem Interview mit dem Portal "Express.de". Eine abgelehnte Rolle war die für "Django Unchained". 

"Ich war an der Rolle interessiert. Dann sagte Willow 'Aber Daddy, dann musst du crazy spielen. Und du wirst für lange Zeit crazy sein.'"

Seine coolste Rolle

Am besten fanden Wills Kinder ihren Vater in "Suicide Squad". Für den inzwischen erfahrenen Filmstar ein Debüt: Erstmals spielte er einen bösen Charakter, Deadshot. "Meine beiden Söhne haben den Film gesehen und waren begeistert", so der Megastar. "Mein Ältester, Trey, hat gesagt: 'Alter, hör auf mit der Schauspielerei. Du kannst im Leben keine Rolle mehr kriegen, in der du so cool bist.'" Aber was sagt der Nachwuchs wohl zu Daddys Rolle als Flaschengeist? In Disneys Realverfilmung "Aladdin" wird er nämlich den Dschinni mimen. Heute lässt seine Familie ihn hoffentlich hochleben zu seinem 50. Geburtstag. Happy Birthday, Will Smith!

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Autor: Simone Vinnbruch