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Florian David Fitz:

Florian David Fitz: "Ich wurde immer Fitzi genannt"

Florian David Fitz gehört zu den erfolgreichsten und beliebtesten deutschen Schauspielern. Und seine Fans dürfen sich freuen, denn ab Donnerstag (18. Oktober) ist der Darsteller endlich wieder auf der Kinoleinwand zu sehen! In der von Sönke Wortmann adaptierten Komödie "Der Vorname" spielt er den erfolgreichen Immobilienmakler und werdenden Vater Thomas, der seiner Familie offenbart, sein Kind Adolf nennen zu wollen. Eine Entscheidung, die bei den anderen Familienmitgliedern nicht gerade auf Zuspruch stößt. Es entbricht eine riesen Diskussion zwischen allen Beteiligten, in der es schnell um mehr geht, als nur um die richtige Namenswahl.

Wie Florian David Fitz selbst über das Thema Vornamen denkt und ob er auch im Privatleben eine filmähnliche Situation schon einmal erlebt hat, hat der Schauspieler im Interview mit Oh-so-Famous.de verraten.


Im Film entbrennt aufgrund eines Vornamens ein großer Familienstreit aus. Hast du solch eine Situation schon einmal selbst erlebt, vielleicht auch aufgrund eines Vornamens?

Florian David Fitz: Wir hatten eigentlich nur einen riesengroßen Familienstreit, dabei ging es um Religion. Da haben wir aufbegehrt und gesagt, wir gehen jetzt nicht mehr jeden Sonntag in die Kirche. Aber das war als ich 13 war, das ist lange her (lacht).

Und hast im Freundeskreis schon einmal eine derartige Situation wie im Film erlebt?

Florian David Fitz: Nein, so gezofft wie im Film haben wir uns nicht. Aber das ist ja auch der Sinn der Sache, dass sich im Film etwas entzündet, was dann viel größer ist als das, was man in der Realität erleben würde.

Wenn du Vater werden würdest, würdest du den potenziellen Namen des Kindes schon vor dessen Geburt im Familien- und Freundeskreis preisgeben oder erst verraten, wenn das Kind auf der Welt ist?

Florian David Fitz: Ich wäre da recht offen. Es kann sich sowieso niemand einmischen. Wenn sich jemand drüber beschwert, was wollen sie dann machen? Es gibt ja kein Veto und die Leute sind ja auch sehr vorsichtig glaube ich, was Kinder angeht. Die meisten wissen ja, dass das Thema Kindernamen schnell in Konflikten ausarten kann.

Dein Name Florian ist ziemlich weit verbreitet. Wie war das während deiner Schulzeit? Habt ihr euch gegenseitig Spitznamen gegeben?

Florian David Fitz: Der Nachname wird ja immer gerne als Spitzname gegeben. Aber ich wurde immer "Fitzi" genannt.

Viele wissen sicherlich nicht, dass dein Zweitname "David" gar nicht dein richtiger Name ist, sondern du dir diesen nur als Künstlernamen gegeben hast, um nicht mit Schauspieler Florian Fitz verwechselt zu werden. Hat es geholfen oder gab es schon einmal Missverständnisse?

Florian David Fitz: Es gab mal ein Treffen mit Wolfgang Rademann, der das Traumschiff gemacht hat. Das muss im Jahr 2000 gewesen sein, also sehr lange her. Und dann meinte er: "Sie sehen so anders aus!" Und dann bin ich darauf gekommen, dass er sich eigentlich mit dem anderen Florian Fitz treffen wollte.

Florian David Fitz: Und wieso "David"?

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung. Das ist ja immer das Problem, wenn man sich etwas ausdenken soll, da fällt einem meist nichts ein. Und das war dann wahrscheinlich der erste Name, der mir in den Sinn gekommen ist. Ich habe zwar auch eigene Namen, aber die sind so schrecklich, dass ich die nicht nehmen konnte.

Du hast einmal gesagt, dass dir der Name David gar nicht mehr gefällt und du diesen am liebsten ablegen würdest ...

Florian David Fitz: Mich stört gar nicht das David, mich stören Doppelnamen generell. Da stehe ich nicht drauf.

Sondern?

Florian David Fitz: Auf jeden Fall sollte es nicht außergewöhnlich sein. Der Name muss einen Klang haben. Und er sollte nicht zu kompliziert sein. Das sollte man vielleicht bei der Namenswahl beachten.

"Der Vorname" ist ein Remake und basiert auf der gleichnamigen französischen Komödie. Sönke Wortmann hat den Film neu adaptiert.  Wie kam die Zusammenarbeit zustande?

Florian David Fitz: Sönke Wortmann und ich haben uns schon Jahre zuvor zu anderen Projekten getroffen. Und dann habe ich für den Film die Anfrage bekommen. Da man den Inhalt schon vom gleichnamigen Theaterstück kennt, weiß man auch, dass das Drehbuch gut ist und dass das Spaß macht, das zu spielen.

Auch dein Film "Vincent will Meer" ist das ähnlich, denn dieser wurde von Hollywood adaptiert. Was bedeutet dir das?

Florian David Fitz: Ich finde es sehr lustig. Und natürlich ist es sehr abstrakt, wenn dann die Tochter von Lenny Kravitz dann plötzlich mitspielt. Und dann liest du das Drehbuch und fragst dich "Warum haben sie das jetzt behalten und warum haben sie das jetzt geändert?" Es ist schon ein bisschen ein eigenartiges Gefühl. Von "Der geilste Tag" wird es ein Remake in China geben – das ist auch ein lustiges Gefühl (lacht). Aber es ist natürlich auch eine Ehre.

Hattest oder hast du bei den Remakes deiner Filme Mitspracherecht?

Florian David Fitz: Bei "Vincent will Meer" haben sie mir das Drehbuch geschickt, aber nur, weil sie noch einmal an der einen oder anderen Stelle Rat haben wollten. Aber da habe ich gedacht "Macht ihr mal".

Hast du selbst einen Lieblingsnamen?

Florian David Fitz: Ne, aber ich sollte mir vielleicht endlich mal einen überlegen. Diese Frage wird wahrscheinlich jetzt öfters kommen (lacht)!

 

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Autor: Carola Hoffmann